Funktionsanalyse

Für eine erfolgreiche Gebisssanierung ist die so genannte Funktionsdiagnostik besonders wichtig und wird deswegen auch bei allen großen prothetischen/implantologischen Arbeiten in unserer Praxis durchgeführt.

Zunächst beginnt dies mit ein paar einfachen Fragen an Sie: Haben Sie eine entspannte Unterkieferposition, aus der heraus „reibungslose“ Bewegungen des Unterkiefers nach vorne und zu den Seiten möglich sind? Oder ist die Position des Unterkiefers durch Haltungsschäden oder ein muskuläres Ungleichgewicht verändert (Fehlhaltungen, Verspannungen, Blockaden)?

Zur präzisen Herstellung von prothetischen und implantologischen Arbeiten benötigen wir genaue Werte:
- über die Lage des Oberkiefers zum Schädel
- über die Lage des Oberkiefers zum Unterkiefer
- über die Kiefergelenke
- über die Stellung Ihrer Zähne zueinander

Diese Werte werden mit modernster Technik und verschiedenen Messverfahren an Ihnen bestimmt und somit eine optimale Vorraussetzen geschaffen, um den gewünschten Behandlungserfolg zu erzielen.

Funktionsanalyse und Behandlung der Cranio-Mandibulären Dysfunktion (CMD)

Man kann mit einer ausführlichen Funktionsanalyse aber auch Schäden der Kiefergelenke vorbeugen.Auch Fehlbelastungen der Zähne und der Muskulatur können mit der Funktionsanalyse festgestellt und anschließend konsequent therapiert werden.

Mehr als 60% der Erwachsenen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen wie Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Halswirbelblockaden, Schwindel, Tinnitus. Doch wer weiß schon, dass etwa jeder zweite dieser Leidensfälle mit einer falschen Bisslage zusammenhängt?

Was ist eine Kaufunktionsstörung bzw. CMD?Eine Kaufunktionsstörung (Craniomandibuläre Dysfunktion, CMD) liegt vor, wenn die Kauflächenflächen der Zähne nicht richtig aufeinander passen oder Zähne vor langer Zeit verloren gingen und nicht ersetzt wurden. Das kann bei entsprechender Veranlagung zu chronischen Schmerzen führen, da die sensiblen Nervenbahnen die Signale von Kiefergelenken und Zähnen an das zentrale Nervensystem weiterleiten und so die unterschiedlichsten neurophysiologischen Reaktionen bewirken. Studien zufolge haben bis zu 35 Prozent der Deutschen chronische Schmerzen wegen einer Fehlstellung ihres Bisses.

Welche Erfolgsaussichten bestehen mit einer Funktionstherapie?Durch die Korrektur des Bisses (statische und dynamische Okklusion) und der Zähne zueinander lassen sich die chronischen Schmerzen meist deutlich reduzieren. Häufig kann eine Beschwerdefreiheit schon nach kurzem Tragen einer so genannten Aufbiss-Schiene erreicht werden.

Ein weiterer Vorteil der Funktionstherapie: Sie beugt der Abnutzung einzelner Zähne oder des Zahnersatzes vor, die durch eine Überlastung entstehen kann.